wenn man sich in den letzten tagen so durch in- und ausländische presse klickt, liest, hört und schaut könnte man glatt glauben die demokratie wäre in tiflis erfunden und vom bösen russischen bär gefährdet worden.
da erkennen französische philosophen die historische chance einen demokratisch gewählten präsidenten zu stützen um dem russischen autokratismus ein für alle mal einen riegel vor zu schieben und die natomitglieder bieten dem armen und verfolgten georgien ein lauschiges plätzchen am feuer an. nirgends regt sich der hauch des zweifels, nur ein kleiner friedensnobelpreisträger leistet widerstand.
ein präsident, der mit 95% der stimmen gewählt wurde (so manch erklärter diktator fälschte ergebnisse diskreter), dessen parlament seit der letzten wahl ohne opposition auskommt (die boykottiert das parlament wegen gefälschter wahlen), gibt seiner vom westen finanzierten armee den befehl in ein gebiet einzumarschieren in dem 95% der bewohner einen russischen pass ihr eigen nennen….und die ganze welt schreit nach hilfe für eine gefährdete demokratie???
1. georgien ist von einer demokratie ähnlich weit entfernt wie wien vom mond (und damit russland sehr ähnlich).
2. wieso kommt der präsident eines 4 millionen völkchens, mit einer lediglich 33.000 mann zählenden armee auf die grandiose idee eine der stärksten militärmaschinerien der welt zu fordern? auf einen sieg konnte er nicht hoffen, nach was strebte er dann? vielleicht nach einem nato-beitritt, oder der weltweiten diskreditierung russlands?
wie man diese fragen auch immer beantwortet, man sollte sie zumindest stellen und nicht gedankenlos das märchen von der gefährdeten demokratie nachplappern. die nato nützt diese anti-russland stimmung um ihren einfluss auszudehnen und raketenschilder aufzustellen wo man sie bis gestern nicht haben wollte. zufall oder doch etwas mehr?
